Dozenten

Improvisation:

 
MK 64 Christiane Iven
MK 64    

16. - 22. Februar 2018

MEISTERKURS GESANG

Leitung: Prof. Christiane Iven, München

Korrepetition: Mariana Popova, Hamburg

 

Kursrepertoire: frei wählbar

Meisterklasse, Einzelunterricht

Vokaltechnik und Interpretation in Lied, Oper und Oratorium

aktive und passive Teilnahme möglich

 

Zielgruppe: Profis sowie Studenten/innen

 

Kursbeginn: Freitag, 16. Februar am frühen Nachmittag

Kursende: Donnerstag, 22. Februar nachmittags


Gebühren:

350,00 Euro Kursgebühren/aktiv für Profis

300,00 Euro Kursgebühren/aktiv für Studenten

150,00 Euro Kursgebühren bei Passivteilnahme

385,00 Euro Kosten für Unterkunft (DZ) incl. Vollverpflegung im Forum Artium

Einzelzimmerzuschlag: 20,00 Euro pro Tag wenn verfügbar

Bei Teilnahme ohne Übernachtung/Verpflegung 90,00 Euro Aufpreis 

 

 

 Die vielseitige Sopranistin war als Konzert- und Liedsängerin außerordentlich erfolgreich und ebenso auf der Opernbühne zuhause, wo sie besonders durch ihre durchdachten und außergewöhnlichen Interpretationen hervorgetreten ist. Unter anderem war sie viele Jahre Ensemblemitglied der Staatsoper Stuttgart. Dort und an etlichen deutschen und europäischen  Opernhäusern begeisterte sie das Publikum mit Partien wie der Feldmarschallin (Rosenkavalier), Agathe (Freischütz), Didon (Les Troyens, Marie (Wozzeck), Kundry (Parsifal), Strauss‘ Ariadne (Titelpartie), Alice Ford (Falstaff), Elvira (Don Giovanni), Emilia Marty (Die Sache Makropulos), Sieglinde (Walküre) und Isolde (Tristan und Isolde).

Konzerte gab sie mit bedeutenden Orchestern, darunter die Academy of St. Martin in the Fields, das Concertgebouworkest Amsterdam, Bamberger Symphoniker, Ensembles Intercontemporaine, NDR-Sinfonieorchester, NHK Symphony Orchestra Tokyo, RSO Berlin, Oslo Philharmonic, Orchestre de la Suisse Romande, Orchestra Filarmonica della Scala, Münchner Philharmoniker und Tschechische Philharmonie unter dem Dirigat von Marc Albrecht, Vladimir Ashkenazy, Riccardo Chailly, Teodor Currentzis, J.E. Gardiner, Michael Gielen, Nikolaus Harnoncourt, Heinz Holliger, Eliahu Inbal, Marco Letonja, Shao-Chia Lü, Sir Neville Marriner, Matthias Pintscher, Helmut Rilling, Michael Schoenwandt, Christian Zacharias und Lothar Zagrosek unter vielen anderen.

Zu ihrem herausragenden Repertoire gehörten die Sieben frühen Lieder von Alban Berg, die Wesendonck-Lieder von Richard Wagner, Rückert-Lieder, das Lied von der ErdeLieder eines fahrenden Gesellen und Lieder aus des Knaben Wunderhorn von Gustav Mahler, die Lyrische Sinfonie von Alexander Zemlinsky, als auch die Vier letzten Lieder von Richard Strauss.

Ihre Liederabende mit András Schiff, Burkhard Kehring, Wolfram Rieger, Jan Philip Schulze unter vielen anderen waren für Christiane Iven ein Zentrum ihrer Konzerttätigkeit und ihre besondere Leidenschaft. Sie war bei bedeutenden Musikfestivals, darunter dem Schleswig-Holstein Musik Festival, den Luzerner Festwochen, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern sowie den Schwetzinger SWR Festspielen zu Gast.

Christiane Iven wurde in Hamburg geboren, studierte in ihrer Heimatstadt bei KS Prof. Judith Beckmann an der Hochschule für Musik und Theater und ergänzte ihr Studium mit Lied-Interpretationskursen bei Dietrich Fischer-Dieskau in Berlin.

Sie war Stipendiatin des „Steans Institute of Music“ beim Ravinia-Festival (USA), des Richard-Wagner-Verbandes und der Studienstiftung des Deutschen Volkes. 1990 wurde sie Preisträgerin des Deutschen Musikwettbewerbs und gewann in den folgenden Jahren Preise mehrerer internationaler Lied-Wettbewerbe.

Ihre musikalische Laufbahn begann Christiane Iven bereits während ihrer Schulzeit. Sie sang viele Jahre im Chor der St. Michaeliskirche in Hamburg unter Günter Jena und im Schulchor des Gymnasiums „Christianeum“. Mit diesem Chor trat sie bereits als Solistin auf. Während Ihres Studiums arbeitete sie als ständige Aushilfe im Chor des NDR. Vor allem die Musik von Johann Sebastian Bach, dessen Passionen und Kantaten waren in dieser Zeit ihr musikalisches Zentrum und haben sie bis heute tief geprägt.

Begonnen hat Christiane Iven ihre Konzert- und Opernkarriere 1986 als Mezzosopran und wechselte dann im Jahre 2001 in das Sopranfach. Ihre Stimme, als dunkel timbrierter Sopran, war immer im sogenannten „Zwischenfach“ zuhause und mochte sich nie ganz eindeutig festlegen.

Nach anfänglichen, kleinen Partien an der Staatsoper Hamburg wurde sie 1992 Ensemblemitglied des Theaters Bremen. 1996 wechselte sie dann an das Nationaltheater Mannheim, wo sie, unter vielen anderen, auch Partien wie Octavian (Der Rosenkavalier), Komponist (Ariadne auf Naxos) oder Charlotte (Werther) sang. Es folgte 2001 ein Engagement als festes Ensemblemitglied an der Staatsoper Hannover und 2006 an der Staatsoper Stuttgart.

Für ihre herausragenden künstlerischen Leistungen wurde sie mit dem Niedersächsischen Staatspreis ausgezeichnet und zur baden-württembergischen Kammersängerin ernannt.

Einen weiteren Schwerpunkt in Christiane Ivens künstlerischem Schaffen stellt ihre mittlerweile erfolgreiche Arbeit als Gesangspädagogin dar. Von 2001-2007 war sie Professorin an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Seit dem Wintersemester 2013/14 hat Christiane Iven eine Professur für Gesang an der Hochschule für Musik und Theater München inne. Darüber hinaus ist sie ein gefragtes Jurymitglied bei internationalen Gesangswettbewerben wie dem Ernst Haefliger Concours oder dem Paula-Salomon-Liedwettbewerb Berlin.

Christiane Iven gibt zahlreiche Meisterkurse u. a. bei der Internationalen Musikakademie für Solisten (IMAS) auf Schloss Bückeburg, an der Taipeh University, bei der Internationalen Bachakademie in Stuttgart, der Musikhochschule Luzern oder 2016 an der Sommerakademie des Mozarteums in Salzburg. Als aktives Mitglied im Bundesverband Deutscher Gesangspädagogen (BDG) organisiert sie in München Fortbildungsveranstaltungen rund um das Thema „Stimme“.

Um Ihre musikalischen und pädagogischen Tätigkeiten zu erweitern und zu bereichern, hat Christiane Iven eine umfassende Ausbildung in dem Bereich Transaktionsanalyse absolviert und ist auch auf dem Arbeitsfeld der Beratung und Supervision für KünstlerInnen, MusikerInnen und PädagogInnen tätig.