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nächster Kurstermin z.Zt. offen
Meisterkurs Violine
Prof. Christian Ostertag, Trossingen
Korrepetition: Katalin Rozgonyi
Kursrepertoire: frei wählbar
Meisterklasse, Einzelunterricht
Technik und Interpretation
Probespieltraining
aktive und passive Teilnahme möglich
Kursbeginn:
Kursende:
Gebühren:
Kursgebühren:
zzgl. Unterkunft u. Vollverpflegung im Forum Artium
Christian Ostertag wurde 1963 in Karlsruhe in eine deutsch-ungarische
Musikerfamilie hineingeboren, in der dafür Sorge getragen wurde, dass
er rechtzeitig an „sein" Instrument geriet: mit fünf erhielt er bereits
den ersten Geigenunterricht bei Rainer Peschke. Albert Boesen und
insbesondere Friedrich Rüstig waren weitere wichtige Lehrer während der
Schulzeit.
Dem Abitur folgten erste Studienjahre an der Würzburger Musikhochschule
bei Thomas Egel-Goldschmidt, dann wechselte Ostertag in die Klasse des
russischen Pädagogen Valery Gradow, der ihn von der Essener Folkwang-
an die Heidelberg-Mannheimer Musikhochschule mitnahm. Letzten Schliff
bekam er bei Rainer Kussmaul in Freiburg, wo er mit der höchsten
Musikhochschul-Graduierung, dem Konzertexamen abschloß. Dazwischen
hatte er sich Sommerkurs-Anregungen bei so unterschiedlichen Lehrern
wie Ruggiero Ricci und Sándor Vegh geholt und flankierende Studien bei
Gerard Foulet in Paris und Rony Rogoffin New York absolviert.
Seine außergewöhnliche Begabung wurde ihm früh attestiert: er wurde
Stipendiat der Oscar und Vera Ritter-Stiftung, der Mozart-Gesellschaft
Dortmund sowie der Käthe Dannenmann-Stiftung und gelangte in den
Förder-Kreislauf für die junge deutsche Musiker-Elite: 1990 gehörte er
zu den Gewinnern des Deutschen Musikwettbewerbs, was ihn in der
folgenden Saison in die 35. Bundesauswahl der „Konzerte junger
Künstler" brachte, und ihm obendrein in der Reihe „Primavera" die erste
Sonaten-CD (Mozart, Bartök, Beethoven mit seinem Duopartner, dem
Münchner Pianisten Fritz Schwinghammer) ermöglichte. Die Landessammlung
Baden-Württemberg für Streichinstrumente stellte ihm mehrere Jahre ihre
wertvollste Violine von Jean-Baptiste Guadagnim zur Verfügung.
Ostertags erste Position war bereits die des l. Konzertmeisters bei den
Düsseldorfer Symphonikern (Deutsche Oper am Rhein, 1993-96), von wo er
in gleicher Funktion zum SWR-Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg
wechselte, einem der führenden Rundfunk-Klangkörper, der auf der
Tradition „nachdenkender" Chefdirigenten wie Hans Rosbaud, Ernest Bour
und Michael Gielen - und somit kluger, epochemachender
Programm-Dramaturgie - aufbaut. Neben seiner ständigen verantwortlichen
Teilnahme an orchestralen Auftritten in den Musikzentren und
Festivalstädten Paris, Wien, Berlin und Salzburg sowie an Produktionen
und CD-Aufaahmen hat er die Option, als Solist vor „sein" Orchester zu
treten (in letzter Zeit mit Werken von Bach, Brahms und Henze, Ende
2003 folgt das posthume Violinkonzert von Béla Bartók unter der Leitung
von Michael Gielen).
Komplementär dazu geht Ostertag seinen Weg als Solist und
Kammermusiker. Er hat die großen Konzerte zwischen Mozart und Sibelius,
Strawinsky und Philip Glass im Repertoire und trat in Japan, Nord- und
Südamerika, bei Festspielen in Ludwigsburg, Echtemach, beim
Rheingau-Festival, den Berliner Festwochen und Wien Modem auf. Dabei
waren Dirigenten wie Sylvain Cambreling, Marcello Viotti und Heinz
Holliger seine Partner.
Christian Ostertag machte außerdem Aufnahmen beim NDR, WDR und BR,
wobei ihm seine Vielseitigkeit zugute kommt: zwischen Violin'Duo (mit
seinem Vater Martin Ostertag, Violoncello) und Streichsextett,
Klaviertrio (in Kürze erscheinen die Schostakowitsch-Klaviertrios mit
dem Trio Achrima) und barocker Consort-Musik ist ihm keine
kammermusikalische Gattung, keine Epoche fremd. Die Kritik bemüht
regelmäßig superlativisches Vokabular, um seine geigerischen Tugenden
zu beschreiben (die New York Times nannte seinen Auttritt in der
kleinen Carnegie HAU „excellent, graceful and musical",die WAZ titelte
nach einem WDR-Sonderkonzert „So muß es sein!"):
Qualitäten, die ihm 2001 den Solistenpreis der Europäischen
Kulturstiftung „Pro Europa" eingebracht haben.
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